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Freitag, 21. April 2017

DER BRAINBUG - Facebook wird Gedanken lesen

In dieser Woche machte eine Schlagzeile auf sich aufmerksam, die einem Si-Fi und/oder Thriller Schriftsteller vergnügliche Stunden des Tagträumens beschert haben dürfte.

Das Onlineportal heise.de berichtete am 20.04.2017 wie folgt:
Facebook will Menschen direkt mit dem Gehirn schreiben lassen

Facebook will Menschen direkt aus dem Gehirn heraus Worte in Computer schreiben lassen. Das aktuelle Ziel sei, auf 100 Worte pro Minute zu kommen. Dies könne in einigen Jahren erreicht werden.
Und weiter ...
Gedankenüberwachung
Es gehe zugleich auf keinen Fall darum, wahllos Gedanken von Menschen zu lesen. Dazu habe niemand das Recht. ...

Aha, niemand habe das Recht dazu, wahllos Gedanken zu lesen. Auf diese wahrlich interessante Formulierung komme ich weiter unten noch zu sprechen.

Da ich nun einmal keinen Bock darauf habe, einen Thriller zu diesem Thema zu schreiben, begnüge ich mich damit, die Nacherzählung eines erfundenen, typischen Hollywood Movies zu verfassen. Natürlich mit allen Plots und Cliffhangern.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Fünf Minuten nach zwölf

Sanft und freundlich schwingen die Harfenklänge aus einer lichten Ecke, hin zu seinen noch schlummernden Ohren.
»Endlich«, seufzt er. Durch seine noch traumgetränkten Augen erblickt er die riesige Uhr an der Zimmerdecke und liest das wuchtige Ziffernblatt ab.
»Endlich mal wieder so richtig ausgeschlafen«, gähnt er und streckt seine Seele vergnüglich in seinen Körper hinein.
Wie immer nach einer langen, langen, nun sehr langen Nacht, so bleibt er auch heute noch eine Weile unter der kuschlig warmen Bettdecke liegen. Er dreht sich von der einen Seite auf die andere, döst noch ein wenig vor sich hin und streichelt mit seinem Zeigefinger sachte seinen Nacken. Dort, wo er es am liebsten mag, weil es ihn hier besonders angenehm kitzelt. Derweil lässt er allmählich die Taggedanken unter seine Großhirnrinde sickern. Sich reckend und die Glieder streckend durchfährt ihn urplötzlich ein kalter Blitz des Schreckens.
»Fünf nach zwölf? Fünf NACH zwölf? FÜNF NACH ZWÖLF! ACH DU HEILIGER SCHLAMASSEL!«, schreit er, auf dass es das gesamte Schloss beschallt.
Dem Dienstpersonal fährt der Schreckensruf ihres Herrn durch Mark und Bein.
»Weshalb hat mich keiner von Euch Hirnposaunen zur rechten Zeit geweckt?«, schimpft er laut, während er noch torkelnd in seine Jesuslatschen schlüpft und den Gurt seines Morgenmantels eilig verknotet.

Samstag, 19. September 2015

Ein Sommermärchen

Es war einmal in einem weit entfernten Land, da lebte eine Königin. Die Königin hatte einen Namen, für den sie sich ach so sehr schämte. Denn sie hieß Ferkel. Und noch mehr schämte sie sich für ihr Aussehen. Denn sie war ja so was von hässlich, dass ihr SPIEGEL schwindeln musste, und ihr ein gelogenes BILD zeigte. Dieses schmeichelte der Königin doch so sehr, auf dass sie gebot, in ihrem ganzen Lande dürften nur noch solche Spiegel hängen.
»Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die Schönste im ganzen Land?«
»Uh«, erschauderte sich der Spiegel und log, »Ihr, Frau Königin, seid die Schönste hier. Aber bitte, bitte, bitte. Nicht noch einmal fragen«, flehte er weinerlich, »Sonst zerspringe ich vor lauter ... vor lauter ... vor lauter .. Ecke ....«
»JAAAA?«, mahnte die Königin.
»Äääh ... vor lauter Selbstmitleid, weil ich nicht selbst deine strahlende Schönheit bin! Puh Tirili!«
»Du sagst es, mein lieber Spiegel. So soll es geschrieben stehen«, ergoss sich die Königin in Lob, »Du machst dich wahrhaft verdient um mein Königreich!«
»Ja«, jammerte der Spiegel in sich hinein und schwieg die Wahrheit weiter aus.

Ihr Volk aber schämte sich für seine Königin nicht. Denn die Menschen in ihrem Land waren voll des Edelmuts, der Güte und der Liebe. Zueinander gleichwie zu jedem Fremden also auch zu ihrer Königin. Das Volk schaute einzig auf das Herz. Es dichtete und sang die schönsten Lieder auf das Herz der Königin. Denn das Herz der Königin war gut. Dachten sie zumindest. Denn sie alle wurde betrogen. Von ihrer Königin. Denn der Königin ihr Herz war in Wahrheit ein kalter Stein - voll der Falschheit, der Bosheit, der Raffgier, des Hochmuts und der Lüge. Dies jedoch erkannte das Volk nicht, denn auch das Volk erschaute zuletzt einzig nur der Königin ihr erlogenes SPIEGEL-BILD.

Freitag, 21. November 2014

Die neue christliche Identität

Kompletten Text als PDF [HIER KLICKEN]

 Teil 1: Die Revolution beginnt im Herzen!

»Noch ein Wein?«, fragt Medardon seinen Gast.
»Gerne«, antwortet Richard und reicht ihm sein Glas.

Medardon liebt es, wenn der abendlich kalte Herbstregen gegen das große Küchenfenster prasselt und drinnen, in der warmen Stube, er mit seinem besten Freund bei Kerzenschein und leiser Musik zusammensitzt, weltbewegende Gespräche führend. Seine geräumige Wohnküche, ausgestattet mit einem alten hellgrünen Sofa aus Omas Zeiten und einer brasilianischen Teekiste als Tisch. Er mag es, die Einrichtung seiner geliebten Wohnküche zu patchworken. Moderne Küchenzeile mit Granitflächen und hierzu im Kontrast ein 20er Jahre Küchenschrank, den er vor dem Sperrmüll gerettet und aufgemöbelt hat. Der liebevoll gepflegte Benjamini hinter dem Sofa verleiht dem Raum sein beruhigendes Leben, welches trotz der Bilder an den Wänden, bunte Collagen seiner unzähligen Weltreisen, an Ausdruck gewinnt.
Das Sofa hingegen ist seinem Gast vorbehalten. Er selbst bequemt sich ihm gegenüber in den antiken orangefarbenen Sessel mit den hohen Lehnen. Zu seinen Füßen, auf einer dunkelblauen weichen Decke, ruht sein treuer Begleiter Wunbert - ein wunderschöner brauner Hirtenhund.

»Schluss - aus - genug geschimpft, kritisiert, reflektiert. Jedenfalls - vorerst«, wirft Medardon in das bereits zwei Stunden dauernde Gespräch ein.
»Ja«, sagt Richard, »in der Tat ermüdend, sich permanent die Missstände unserer Welt vor Augen zu führen!«
»Du sagst es. Viel wichtiger ist es doch, sich mit eben den Dingen zu beschäftigen, die dazu beitragen, konstruktive Veränderungen in unserer Gesellschaft herbeizuführen!«
»Eben. Reden ist Silber, Handeln ist Gold«, bestätigt Richard und prostet mit seinem Glas in die Luft, hernach einen genüsslichen Schluck nehmend. »Menno ist der Wein lecker. Was ist das für eine Marke?«
»Coteaux des Longudoc«, gibt Medardon mit einem Nicken zurück.
»Oh Longudoc«, schwärmt Richard mit französischem Akzent, »Fronnkreisch - Viva la Revolution und heiße Madames!«
»Schwerenöter«, lacht Medardon, »aber ja - Revolution. Das ist das wahre Stichwort!«
»Aha, und wie sieht sie aus, deine Revolution?«
»Still und leise. Ungesehen von der Welt!«
»Toll. Also im Grunde das, was wir hier machen. Reden, Wein trinken, Erdnüsse knacken und nicht zuletzt von schönen Frauen schwärmen!«
»Ja, in etwa so«, gibt Medardon lächelnd zurück, »dennoch nicht ganz so untätig. Die wahre Revolution beginnt nämlich in deinem Herzen!«
»Im Herzen«, überlegt Richard, »Klingt wie ein schnöder Spruch auf einem Abreißkalender! Aber ich kenne dich - das wirst du sicher nicht gemeint haben!«
»Du sagst es!«
Kurz wartet Richard noch, da er annimmt, sein Gastgeber wolle seinen vorherigen Gedanken weiter ausführen. Medardon hingegen verharrt in seinem Schweigen.
»Hm«, überlegt Richard, da er seinen eigenen Erkenntnissen nachgeht, »Herz - sprich meine Lebensauffassung, Prägung, Kultur, Erziehung, Erfahrungen. Summa summarum meine Identität!«
»Richtig«, applaudiert ihm Medardon.
»Gut verstehe. Aber was meinst du mit Revolution? Soll ich gegen meine eigene Identität einen Umsturz planen?«
»Ha ha ha«, lacht Medardon, »Nein, so ist das nicht gemeint. Ich spreche hier von einer Bereicherung und Stärkung!«
»Klosterfrau Melissengeist«, amüsiert sich Richard singend.
»Ja - warum nicht«, geht Medardon auf seinen Scherz mit ein, führt aber seinen eigenen Gedanken sogleich weiter aus. »Im Grunde ist es doch wie mit einem Körper, der von Krebs befallen ist. Mittlerweile besteht in der Krebstherapie ein klarer Konsens darüber, dass der Krebs nicht alleine durch dessen Bekämpfung besiegt werden kann. Viel erfolgsversprechender und heilsamer ist es, im Rahmen der Therapie die gesunden Zellen des Köpers sowie das Immunsystem im Ganzen zu stärken. Gewinnen diese an Kraft, können die gesunden Teile des Köpers vom Krebs nicht gefressen werden, so das todbringende Geschwür ausgehungert wird!«
»Logisch«, bestätigt Reichard und will nun wissen: »Ergo?«
»Nun - wenden wir diese Erkenntnis als Bild an - zur Verdeutlichung auf unser vorheriges Thema!«
»Auf den Islam?«, fragt Richard irritiert.
»Ja. Der Krebs steht hier für den Islam, welcher unsere westlichen sowie christlichen Grundwerte aufzufressen beabsichtigt. Je mehr wir uns nun aber ausschließlich nur mit diesem Tumor beschäftigen, umso mehr Energie wenden wir für ihn auf und geben diesem Geschwür immer mehr Nahrung. Dadurch wuchert es immer weiter - bis es zuletzt auch noch seinen letzten Kritiker gefressen hat!«
»Verstehe. Unser deutscher Köper also ist krank«, erkennt Richard und will wissen: »Was wäre deiner Meinung nach das Immunsystem und was die gesunden Zellen des Körpers? Diese, die es zu stärken gilt?«
»Das Christentum«, antwortet Medardon wie selbstverständlich.
»Jetzt mach mal einen Punkt, ja«, erstaunt sich Richard, »Von diesem Verein erhoffst du dir eine Revolution?«
Obgleich Medardon sehr genau weiß, was sein Freund nun auszusprechen gedenkt, und dass dies überhaupt nichts mit dem zu tun hat, worauf er selber hinaus will, lässt er Richard dennoch gewähren. Besser ist es, so denkt sich Medardon, dass es ausgesprochen wird, so es dann zu den Akten gelegt werden kann. Daher antwortet er schlicht und einfach: »Ja!«
»Das erschreckt mich doch sehr«, sagt Richard, »Gut. Ich kenne dich und will dir auch nicht zu nahe treten - was deinen Glauben anbelangt. Aber das Christentum - ein gesundes Immunsystem? Von was für einem Unfug redest du da?«
»Wieso Unfug?«, stachelt ihn Medardon weiter an.

Sonntag, 9. November 2014

Schock: Elvis konvertierte zum Islam

Hound Dog
Nein - halt Stopp. Hier geht es nicht um DEN Elvis - also Elvis Presley. Durchaus hat der König der Musik etwas mit dieser Geschichte zu tun - aber nur ganz am Rande.
Es geht vielmehr um meinen Hund, den ich Elvis nannte, der zum Islam übertrat. Und im gleichen Maße um einen verzweifelten Hilferuf meinerseits. Doch eins nach dem anderen.

Als ich vor wenigen Jahren für mein Leben einen Neuanfang erwog, zog ich aus eben diesem Grund in eine neue Stadt, nach Berlin. Willst du dich innerlich verändern, so können äußere Umstände hierfür durchaus konstruktive Elemente bereithalten.
Da ich in dieser Stadt vollkommen fremd war und hier auch keine Freunde besaß, überlegte ich mir Strategien um Kontakte zu knüpfen - vor allem aber, um Frauen aufzureißen.
Vereine? Ich doch nicht!
Disco? Bäh - niemals.
Straßencafé? Hm - ja! Aber kein echter Burner.

Freitag, 7. November 2014

Operation Gesichtsbuch - Codename f

Schlaftrunken schlurft Eduard den Korridor entlang. Gähnend, mit müdem Blick und zerzausten Haaren. Den Lichtschalter suchend, murmelt er vor sich hin: »Das kann doch jetzt nicht wahr sein!«
Mitten in der Nacht um 3.33 Uhr aus dem Schlaf gerissen - und das an seinem Geburtstag.
Das grell wirkende Licht der 15 Watt Birne dringt in seine Augen. Noch ein wenig unkoordiniert in seinen Bewegungen, sucht er nach dem Gürtel seines übergroßen Morgenmantels und schlüpft in die plüschigen Meerschweinchenpantoffeln. Ein altes, aber gepflegtes Souvenir seiner Oma, mitgebracht aus einem ihrer Urlaube in Österreich. Die Treppe herunterstolpernd erreicht er schließlich die Türe, die er lediglich einen Spalt weit öffnet, um erst einmal zu sehen, wer sich erdreistet seinen seligen Schlaf zu stören. Verwundert blickt Eduard drein, da er im Dunkel des Hauseingangs eine Schattengestalt erblickt. Gekleidet mit einem Trenchcoat, ein tief ins Gesicht gezogener Schlapphut auf dem Kopf, eine markante Sonnenbrille auf der Nase, buschiger Vollbart, einen großen Aktenkoffer in der Hand. In seinem Vorhaben etwas zu sagen, atmet Eduard tief ein, jedoch kommt ihm der Unbekannte zuvor.
»Guten Tag, Herr Schneebau. Mein Name ist Mr. Smith. Ich bin vom Geheimdienst ASN. Wir führen zu ihrer Sicherheit eine Operation durch. Kennname ‚Gesichtsbuch‘ oder Codename ‚f‘. Ich benötige einige Informationen über sie und komme jetzt herein!«


Donnerstag, 6. November 2014

Mein Gast - der Moslem

Vor einigen Tagen empfing ich bei mir zu Hause einen überraschenden Besuch - von einem muslimischen Asylanten. Dieser wollte mein Haus dahin gehend begutachten, ob es ihm als Asylunterkunft behagt.
Oh, staunte ich zunächst irritiert. Zeigte mich aber sogleich erleichtert, als er mir ein Schreiben vom Landratsamt vor die Nase hielt. Dieses berechtigte ihn per Gesetz dazu, meinen privaten Wohnraum für sich und seine zehnköpfige Familie in Anspruch nehmen zu dürfen.
Dann hat das wohl seine Richtigkeit, sagte ich mir und sprach: »Na, dann kommen Sie mal herein und seien Sie mein Gast!«