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Mittwoch, 24. Juni 2015

Die gegenwärtige Entchristianisierung der Welt

Zuletzt korrigiert und überarbeitet am 20.06.2018 
»Gebt acht, dass euch niemand irreführt!«, sagte Jesus. »Viele werden unter meinem Namen auftreten und von sich sagen: ‚Ich bin der Messias!‘ Damit werden sie viele verführen. Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen hört oder wenn Kriegsgefahr droht. Das muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Staat den anderen angreifen. In vielen Teilen der Welt wird es Hungersnöte und Erdbeben geben. Doch das ist erst der Anfang, es ist wie bei den Geburtswehen. Dann wird man euch bedrängen, misshandeln und töten. Die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr zu mir gehört. Viele werden sich von mir abwenden; sie werden einander verraten und sich hassen. Viele falsche Propheten werden auftreten und viele in die Irre führen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird, wird auch die Liebe bei den meisten erkalten. Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet.«
Matthäus 24, Verse 4 bis 13

Indem die kirchendressierten Menschen auf das öffentliche Auftreten des Antichristen warten, und denken, hiermit ginge das Endzeitspektakel erst richtig los, verkennen sie, dass dieser Feind gegen Mensch und Gott schon längst in der Welt ist und nach Lust und Laune wütet. Und eben, weil sie dies verkennen, denken sie, es reiche aus, auf einer Demonstration zur Wahrung ihrer Identität ‚Oh Tannenbaum‘ zu singen. Fremdschäm.

»Und die Liebe wird gerade darin deutlich, dass wir uns nach Gottes Geboten richten. Einander zu lieben, ist nämlich das Gebot, das ihr von Anfang an gehört habt, das alle anderen zusammenfasst und das euer Leben bestimmen soll. Ich schreibe euch das, weil viele Verführer in der Welt unterwegs sind. Sie leugnen, dass Jesus Christus [der Messias, das lebendige Wort Gottes], ein Mensch von Fleisch und Blut wurde. Wer das tut, ist der Verführer schlechthin, der Antichristus [im Sinne von: Verdränger, anstelle und Widersacher des Messias‘].«
2. Johannes - Kapitel 1, Verse 6 und 7

»Ja - das haben wir schon tausendmal auf Youtube gehört. Ist nichts Neues«, mag der Leser nun hierauf einwenden wollen. Ist dies der Fall, so sage ich: »Tausend Mal gehört, und nix verstanden!«

Freitag, 19. Juni 2015

Das Zeichen Gottes am 23. September 2017

03.12.2016, 24.4.2017 Update und Korrektur 
»Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also.«
1. Moses, Kapitel 1 Verse 14+15
Bevor die Leserin oder der Leser mit den Augen rollen möge, um hiermit zu sagen: »Nicht schon wieder ein Weltuntergangsdatum!«, möchte ich diese eingangs dahingehend beruhigen, dass es sich in dem folgenden Artikel eben hierum nicht handelt. Aber es ist ein wahrer Augenöffner.
Ich kann die hiermit einhergehenden Befindlichkeiten sehr gut nachvollziehen. Denn immer dann, wenn ein bestimmtes Endzeitdatum »prophezeit« wird, verdrehe auch ich die Augen. Jüngstes Datum, das uns allen noch in Erinnerung sein dürfte, ist der 21. Dezember 2012. Wie jeder andere Mensch auch, der seinen kühlen Kopf bewahrte, fragte auch ich mich, wie man auf einen derart schwachsinnigen Gedanken kam, an diesem Tag würde die Welt untergehen. Erstens kenne ich nicht eine einzige biblische Prophezeiung, die einen Weltuntergang voraussagt. Zweitens geschah an dem besagten Datum etwas absolut gewöhnliches. Der Kalender der Majas ging mit seiner großen Zählung zu Ende und begann von vorne. Ein Ereignis, das wir basierend auf unserem gregorianischen Kalender jedes Jahr begehen und feiern. Es nennt sich Silvester. Aber ja - da gab es schon seit Jahren diese durchgeknallten Esoteriker aus der New Age Bewegung, die dachten, es sei cool mit wüsten Spekulationen so richtig viel Knete zu machen. Und so ganz nebenbei bedienten sie damit die latent vorhandene Stimmung der Menschen, dass irgendwas zu unserer heutigen Zeit nicht in Ordnung ist und irgendwann ein noch größerer Knall als am 11. September 2001 kommen muss. Wie die von dieser Pseudolehre vergifteten Angsthasen nun aber lernen durften, geschah am 21. Dezember 2012 rein gar nichts. Ebengleich verhielt es sich mit dem 11. August 1999, dem Tag der totalen Sonnenfinsternis über Deutschland sowie mit dem Y2K in der Nacht zum 1. Januar 2000.
Was aber ist dann so besonders mit dem Datum 23. September 2017? Und worin liegt der Unterschied zu dem zuvor skizzierten Blödsinn?
Um eine erste Antwort vorwegzunehmen. Bei dem besagten Datum geht es nicht um einen vorausgesagten Pseudotermin, als vielmehr um ein konkret benanntes Ereignis, und hierauf bezugnehmend ein berechnetes Datum - basierend auf einer zweitausend Jahre alten biblischen Prophezeiung.
Bevor ich aber auf dieses Thema näher eingehen will, möchte ich zum besseren Verständnis kurz den Charakter von biblischen Prophezeiungen skizzieren. Dies einzig aus dem Grund, um einem fehlerhaften Wissen hierüber entgegenzuwirken. Aber auch, um unnötige Ängste helfen aufzulösen, die immer wieder in Verbindung mit Prophezeiungen geschürt werden.

Mittwoch, 26. November 2014

Interview mit Jesus - Teil 1

Es war nicht einfach, einen Termin mit einer derart prominenten Person wie Jesus von Nazareth zu vereinbaren. Schließlich ist er zur gegenwärtigen Zeit äußerst beschäftigt. Dennoch konnte er mir zwischen seinem aktuellen Einsatz für die syrischen Christen und der Apokalypse einen Termin einräumen.
In diesem Interview spricht Jesus über sich sowie das Verhältnis von Mensch zu ihm sowie über das Wesen des Menschseins als solches. Er berichtet, wie es dazu kam, da wir Menschen auf dieser Erde landeten und über den Weg, den wir zurück in unser Paradies beschreiten können. Ebenso eröffnet er einen kleinen Blick in die gegenwärtige sowie künftige Weltsituation im Lichte der Apokalypse. Hierbei äußert er sich unter anderem über den Antichristen. Von Interesse ist zudem seine Schilderung über die Entstehung des Islams und weshalb sich eine Menschenseele dazu entschließt, in eine Kultur mit dieser Religion freiwillig zu inkarnieren.

Guten Tag Herr von Nazareth!

Shalom! Friede sei mit dir, Medardon. Auch ich grüße dich!

Shalom! Herr von Nazareth, bevor ich in unser Interview einsteige, möchte ich meinem Dank Ausdruck verleihen, dass Sie auch heute noch, zweitausend Jahre nach ihrer Kreuzigung und Auferstehung, für uns Menschen immer ein offenes Ohr haben.

Sicher doch, Medardon. Gerne. Aber bitte - rede mich mit Du an. Und obgleich ich meinen wahren Namen Yeshua bevorzuge, so rede mich gerne mit Jesus an. Grund eurer Gewohnheit, du verstehst.

Sehr freundlich, Jesus. Danke. Und wie steht es mit dem Titel Christus?

Hier wäre es mir angenehmer, wenn du mich mit meinem hebräischen Original ansprechen möchtest. Ha-Mashiach.

Gerne. Bevor wir auf die aktuelle Weltlage zu sprechen kommen, möchte ich zuvor über grundlegende Dinge reden. Über deine Identität herrscht hierzulande große Verwirrung. Die Spekulationen über deine Person reichen von einem wirren Wanderprediger über einen zweitrangigen Propheten bis hin zu der Vorstellung, dass du Gott seist. Wer also bist du wirklich?

Gott!

Aha. Gott! DER Gott?

Jesus lacht.
Ich wusste, dass du nachhaken wirst. Da du mir jedoch bei deiner vorherigen Aufzählung keinen großen Spielraum ließest, habe ich mich für die naheliegendste Antwort gemäß deiner Auswahl entschieden.

Wärest du so freundlich, dies näher zu erläutern?

Freitag, 21. November 2014

Die neue christliche Identität

Kompletten Text als PDF [HIER KLICKEN]

 Teil 1: Die Revolution beginnt im Herzen!

»Noch ein Wein?«, fragt Medardon seinen Gast.
»Gerne«, antwortet Richard und reicht ihm sein Glas.

Medardon liebt es, wenn der abendlich kalte Herbstregen gegen das große Küchenfenster prasselt und drinnen, in der warmen Stube, er mit seinem besten Freund bei Kerzenschein und leiser Musik zusammensitzt, weltbewegende Gespräche führend. Seine geräumige Wohnküche, ausgestattet mit einem alten hellgrünen Sofa aus Omas Zeiten und einer brasilianischen Teekiste als Tisch. Er mag es, die Einrichtung seiner geliebten Wohnküche zu patchworken. Moderne Küchenzeile mit Granitflächen und hierzu im Kontrast ein 20er Jahre Küchenschrank, den er vor dem Sperrmüll gerettet und aufgemöbelt hat. Der liebevoll gepflegte Benjamini hinter dem Sofa verleiht dem Raum sein beruhigendes Leben, welches trotz der Bilder an den Wänden, bunte Collagen seiner unzähligen Weltreisen, an Ausdruck gewinnt.
Das Sofa hingegen ist seinem Gast vorbehalten. Er selbst bequemt sich ihm gegenüber in den antiken orangefarbenen Sessel mit den hohen Lehnen. Zu seinen Füßen, auf einer dunkelblauen weichen Decke, ruht sein treuer Begleiter Wunbert - ein wunderschöner brauner Hirtenhund.

»Schluss - aus - genug geschimpft, kritisiert, reflektiert. Jedenfalls - vorerst«, wirft Medardon in das bereits zwei Stunden dauernde Gespräch ein.
»Ja«, sagt Richard, »in der Tat ermüdend, sich permanent die Missstände unserer Welt vor Augen zu führen!«
»Du sagst es. Viel wichtiger ist es doch, sich mit eben den Dingen zu beschäftigen, die dazu beitragen, konstruktive Veränderungen in unserer Gesellschaft herbeizuführen!«
»Eben. Reden ist Silber, Handeln ist Gold«, bestätigt Richard und prostet mit seinem Glas in die Luft, hernach einen genüsslichen Schluck nehmend. »Menno ist der Wein lecker. Was ist das für eine Marke?«
»Coteaux des Longudoc«, gibt Medardon mit einem Nicken zurück.
»Oh Longudoc«, schwärmt Richard mit französischem Akzent, »Fronnkreisch - Viva la Revolution und heiße Madames!«
»Schwerenöter«, lacht Medardon, »aber ja - Revolution. Das ist das wahre Stichwort!«
»Aha, und wie sieht sie aus, deine Revolution?«
»Still und leise. Ungesehen von der Welt!«
»Toll. Also im Grunde das, was wir hier machen. Reden, Wein trinken, Erdnüsse knacken und nicht zuletzt von schönen Frauen schwärmen!«
»Ja, in etwa so«, gibt Medardon lächelnd zurück, »dennoch nicht ganz so untätig. Die wahre Revolution beginnt nämlich in deinem Herzen!«
»Im Herzen«, überlegt Richard, »Klingt wie ein schnöder Spruch auf einem Abreißkalender! Aber ich kenne dich - das wirst du sicher nicht gemeint haben!«
»Du sagst es!«
Kurz wartet Richard noch, da er annimmt, sein Gastgeber wolle seinen vorherigen Gedanken weiter ausführen. Medardon hingegen verharrt in seinem Schweigen.
»Hm«, überlegt Richard, da er seinen eigenen Erkenntnissen nachgeht, »Herz - sprich meine Lebensauffassung, Prägung, Kultur, Erziehung, Erfahrungen. Summa summarum meine Identität!«
»Richtig«, applaudiert ihm Medardon.
»Gut verstehe. Aber was meinst du mit Revolution? Soll ich gegen meine eigene Identität einen Umsturz planen?«
»Ha ha ha«, lacht Medardon, »Nein, so ist das nicht gemeint. Ich spreche hier von einer Bereicherung und Stärkung!«
»Klosterfrau Melissengeist«, amüsiert sich Richard singend.
»Ja - warum nicht«, geht Medardon auf seinen Scherz mit ein, führt aber seinen eigenen Gedanken sogleich weiter aus. »Im Grunde ist es doch wie mit einem Körper, der von Krebs befallen ist. Mittlerweile besteht in der Krebstherapie ein klarer Konsens darüber, dass der Krebs nicht alleine durch dessen Bekämpfung besiegt werden kann. Viel erfolgsversprechender und heilsamer ist es, im Rahmen der Therapie die gesunden Zellen des Köpers sowie das Immunsystem im Ganzen zu stärken. Gewinnen diese an Kraft, können die gesunden Teile des Köpers vom Krebs nicht gefressen werden, so das todbringende Geschwür ausgehungert wird!«
»Logisch«, bestätigt Reichard und will nun wissen: »Ergo?«
»Nun - wenden wir diese Erkenntnis als Bild an - zur Verdeutlichung auf unser vorheriges Thema!«
»Auf den Islam?«, fragt Richard irritiert.
»Ja. Der Krebs steht hier für den Islam, welcher unsere westlichen sowie christlichen Grundwerte aufzufressen beabsichtigt. Je mehr wir uns nun aber ausschließlich nur mit diesem Tumor beschäftigen, umso mehr Energie wenden wir für ihn auf und geben diesem Geschwür immer mehr Nahrung. Dadurch wuchert es immer weiter - bis es zuletzt auch noch seinen letzten Kritiker gefressen hat!«
»Verstehe. Unser deutscher Köper also ist krank«, erkennt Richard und will wissen: »Was wäre deiner Meinung nach das Immunsystem und was die gesunden Zellen des Körpers? Diese, die es zu stärken gilt?«
»Das Christentum«, antwortet Medardon wie selbstverständlich.
»Jetzt mach mal einen Punkt, ja«, erstaunt sich Richard, »Von diesem Verein erhoffst du dir eine Revolution?«
Obgleich Medardon sehr genau weiß, was sein Freund nun auszusprechen gedenkt, und dass dies überhaupt nichts mit dem zu tun hat, worauf er selber hinaus will, lässt er Richard dennoch gewähren. Besser ist es, so denkt sich Medardon, dass es ausgesprochen wird, so es dann zu den Akten gelegt werden kann. Daher antwortet er schlicht und einfach: »Ja!«
»Das erschreckt mich doch sehr«, sagt Richard, »Gut. Ich kenne dich und will dir auch nicht zu nahe treten - was deinen Glauben anbelangt. Aber das Christentum - ein gesundes Immunsystem? Von was für einem Unfug redest du da?«
»Wieso Unfug?«, stachelt ihn Medardon weiter an.